Ein letzter Blick

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Auf den Ostfriesischen Inseln gibt es eine größere Population von Fasanen (Phasianus colchicus).

Man kann sie mit etwas Geduld sehr gut beobachten. Im Juni 2015 war ich ein paar Tage auf der Insel Langeoog und konnte eine Fasanenhenne mit ca. 6 Küken bei der Nahrungssuche fotografieren.

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Ein Küken saß am Rande der Wildrosen, als sich plötzlich eine verwilderte Hauskatze das Küken schnappte.

Die Fasanenhenne flog vor Schreck in meine Richtung, die restlichen Küken flohen in alle Himmelsrichtungen. Alles ging Blitzschnell, ich konnte nicht mehr auf den Auslöser drücken, weil ich selbst zu überrascht war.

Der Verlust bei den Fasanen durch streunende Katzen spielt wahrscheinlich keine große Rolle für deren Bestand. Der Fasan ist auch keine heimische Gattung auf den Friesischen Inseln. Sehr problematisch hingegen ist die Situation bei anderen seltenen heimischen Bodenbrütern, wie z.B der Uferschnepfe. Hier wurde durch das Aufstellen von Wildkameras bewiesen, dass ein Großteil der Gelege von Katzen geplündert wird. Ich habe damals mit einem Ranger des Nationalparks über die Beobachtung gesprochen, er bestätigte die schwierige und bedrohliche Situation durch die streunenden Hauskatzen. Sie haben schon eine verwilderte kleine Gruppe gebildet, die ähnlich scheu wie Wildkatzen leben. Es bestand damals schon ein Kastrationszwang für freilaufende Hauskatzen auf Langeoog. Wo der Mensch in die Natur eingreift, entstehen früher oder später immer Probleme.


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